Wir haben für diesen Ratgeber die Mobilitätsangebote in Bad Homburg systematisch ausgewertet. Grundlage ist unsere Erhebung der städtischen Infrastruktur für das Jahr 2026. Wir haben Bahn, Bus, Tickets und Fahrdienste geprüft. Auch die Pläne der Stadt haben wir ausgewertet. Auch die Barrierefreiheit haben wir untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie kommen Sie sicher und barrierefrei durch den Alltag?
Bad Homburg erlebt gerade einen tiefgreifenden Umbau seines Nahverkehrs. Die U-Bahn-Linie U2 wird bis zum Bahnhof verlängert. Bis zur Fertigstellung müssen Fahrgäste mit Umwegen rechnen. Besonders betroffen sind Fahrgäste aus Gonzenheim. Wir erklären, was das für Ihren Alltag bedeutet.
Zudem zeigen wir, welche Tickets sich für Sie lohnen. Das Seniorenticket Hessen ist für viele eine gute Wahl. Und wir stellen Fahrdienste für Menschen mit Behinderung vor. Alle Angaben gelten für den Stand Juli 2026. Am Ende fassen wir die wichtigsten Fakten zusammen.
U-Bahn U2: Verlängerung mit Folgen
Die U2 endet seit Jahrzehnten in Gonzenheim. Das ändert sich gerade grundlegend. Der Spatenstich für die Verlängerung war im Dezember 2025. Die neue Strecke ist 1,6 Kilometer lang. Rund 355 Meter verlaufen als Tunnel unter der Frankfurter Landstraße. Ziel ist die Anbindung an den Bad Homburger Bahnhof.
Die Kosten des Projekts sind stark gestiegen. Ursprünglich waren 55 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen liegt die Summe bei rund 200 Millionen Euro. Kritiker monieren eine fehlende Nutzen-Kosten-Untersuchung. Stadt und Stadtbahngesellschaft verteidigen das Vorhaben als wichtigen Lückenschluss.
Die Stadtbahngesellschaft koordiniert die Arbeiten mit den Verkehrsbetrieben. Die Baustelle prägt die Frankfurter Landstraße. Anwohner und Fahrgäste brauchen Geduld. Die Bauarbeiten dauern mehrere Jahre.
Der Ersatzbus U2X
Seit dem 13. April 2026 fährt die Buslinie U2X als Ersatzverkehr. Sie pendelt zwischen der U-Bahn-Station Ober-Eschbach, der Ersatzhaltestelle Gonzenheim und dem Bahnhof. Der Ersatzbus verbindet die Stadtteile mit dem Bahnhof. Die alte oberirdische Haltestelle in Gonzenheim wurde zurückgebaut. Sie wird später unterirdisch neu errichtet. Die Ersatzhaltestelle liegt auf der Frankfurter Landstraße.
Für Senioren aus Gonzenheim ändern sich viele Wege. Zusätzliche Umstiege werden nötig. Die Umstiege kosten Zeit. Die Verkehrsbetriebe empfehlen die Linien 1, 11, 21 und 35 in die Innenstadt. Die Fertigstellung der Trasse ist für Ende 2028 vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für 2029 avisiert.
Was die Verlängerung nach der Fertigstellung bringt
Nach dem Abschluss endet die U2 direkt am Bahnhof. Die neue Station in Gonzenheim wird unterirdisch gebaut. Die U2 führt dann weiter in das Frankfurter U-Bahn-Netz. Der Bahnhof wird direkt an das U-Bahn-Netz angebunden. Für die Stadt ist das Projekt ein Lückenschluss.
Kritik am Projekt
Das Projekt ist umstritten. Die Freien Wähler kritisieren den frühen Baubeginn. Eine abschließende Nutzen-Kosten-Untersuchung fehlte demnach. Das könnte die Fördermittel des Bundes gefährden. Koalition und Stadtbahngesellschaft halten dagegen.
Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor. Der Bau hat trotz offener Fragen begonnen. Auch der Oberbürgermeister unterstützt die Erweiterung. Die regierende Koalition weist die Kritik zurück. Das Regierungspräsidium lehnte Anfragen ab. Kontroversen begleiten das Projekt seit Jahren.
Aufzüge und Barrierefreiheit während der Bauzeit
Der Bahnhof Bad Homburg ist an den relevanten Gleisen mit Aufzügen ausgestattet. Ein- und Ausstieg sind dort stufenfrei möglich. Rollstuhlfahrer erreichen die Gleise ohne Stufen. An baustellenbedingten Ersatzhaltestellen kann die Barrierefreiheit zeitweise fehlen. Es fehlen dann oft Hochbordsteine. Die neuen unterirdischen Anlagen sollen später vollständig stufenlos sein.
S-Bahn S5 und Taunusbahn RB15
Der Bahnhof ist der zentrale Knoten des öffentlichen Verkehrs. Im Bahnhof treffen alle Verkehrsmittel zusammen. S-Bahn, Taunusbahn und Stadtbusse sind hier verknüpft. Später endet hier auch die U2.
Mit der S5 nach Frankfurt
Die S5 verbindet Bad Homburg mit Frankfurt. Sie fährt im Halbstunden- bis Viertelstundentakt. Endpunkte sind der Hauptbahnhof und der Südbahnhof. In der Gegenrichtung erreichen Sie Friedrichsdorf. Für viele Fahrten nach Frankfurt ist die S5 die direkte Verbindung.
Mit der RB15 in den Hintertaunus
Die Taunusbahn fährt von Bad Homburg in den Hintertaunus. Die Züge kommen aus Brandoberndorf. Sie hält in Usingen, Grävenwiesbach und Brandoberndorf. Danach geht es weiter nach Frankfurt. Wer in den Norden des Kreises muss, fährt mit der RB15. Für Ausflüge in den Taunus ist sie eine gute Wahl.
Die Regionaltangente West
Am Bahnhof laufen zudem Umbaumaßnahmen. Sie bereiten die Regionaltangente West vor, kurz RTW. Dieses Bahnprojekt soll quer durch das Rhein-Main-Gebiet führen. Das Nadelöhr des Frankfurter Hauptbahnhofs soll umgangen werden. Angepeilt sind direkte Verbindungen zum Flughafen und nach Dreieich.
Stadtbus und Anrufsammeltaxi
Das Stadtbusnetz erschließt alle fünf Stadtteile. Wichtige Achsen sind die Linien 1, 2, 4, 11 und 12. Sie verbinden Dornholzhausen, Kirdorf, Ober-Erlenbach und Ober-Eschbach mit dem Zentrum. Die Linien führen über das Kurhaus in die Innenstadt. Die Fahrzeuge sind Niederflurbusse und damit rollstuhlgerecht. Der Einstieg ist mit Rollator und Rollstuhl möglich.
Wichtige Linien im Überblick
Die Linien 1, 11, 21 und 35 sind als U2-Alternative empfohlen. Auch der Waldfriedhof ist mit der Linie 3 angebunden. Der Bahnhof ist der Umsteigepunkt zur Bahn.
| Linie | Verbindung | Hinweis |
|---|---|---|
| 1, 2, 4, 11, 12 | Stadtteile und Zentrum (Kurhaus, Bahnhof) | Hauptachsen des Netzes |
| 1, 11, 21, 35 | Innenstadt | Von den Verkehrsbetrieben als U2-Alternative empfohlen |
| 7, 17, 27, 260 | Hochtaunus-Kliniken | Haltestelle direkt am Haupteingang, barrierefrei |
| 3 | Waldfriedhof | Haltestelle kürzlich barrierefrei umgebaut |
| 4, 11, 26, 32, 33, 35 | mehrere Stadtteile | Umleitungen wegen U2-Baustelle seit Juli 2026 |
Die Tabelle fasst die Angaben aus unserer Recherche zusammen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige Linien wurden für die Bauzeit umgestaltet. Der aktuelle Fahrplan ist die zentrale Informationsquelle. Bei Unsicherheit hilft die RMV-MobilitätsZentrale im Bahnhof weiter.
Umleitungen wegen der U2-Baustelle
Seit Juli 2026 gelten auf mehreren Linien Umleitungen. Betroffen sind die Linien 4, 11, 26, 32, 33 und 35. Einige Haltestellen liegen vorübergehend an anderer Stelle. Die Ersatzhaltestelle in Gonzenheim ist ein Beispiel.
Die Stadtverwaltung veröffentlicht die aktuellen Umleitungen laufend. An Ersatzhaltestellen kann der Einstieg vorübergehend erschwert sein. Es fehlen oft Hochbordsteine. Planen Sie deshalb mehr Zeit ein. Vor jeder Fahrt lohnt ein Blick in den aktuellen Fahrplan.
Das Anrufsammeltaxi (AST)
Wo der Bus nicht hinfährt, hilft das Anrufsammeltaxi. Das AST ergänzt den festen Fahrplan in Randlagen. Es gilt der normale RMV-Tarif. Auch das Seniorenticket deckt AST-Fahrten ab. Pro Fahrt wird ein Zuschlag erhoben. Ein Vorteil: Das AST fährt oft bis vor die Haustür.
Das AST fährt oft bis vor die Haustür. Das erspart lange Wege zur Haltestelle. Das AST ist vor allem im ländlicheren Hochtaunus wichtig. In einigen Teilen des Kreises gibt es zusätzlich Ruftaxis. Das engmaschige Stadtbusnetz fängt viele Wege in Bad Homburg ohnehin auf. In den Abendstunden fahren weniger Busse. Nachts ruht das Netz fast vollständig. Dann sind Taxis oder Fahrdienste die Lösung.
Nachts oder im Notfall
Wenn nachts kein Bus fährt, hilft das Taxi. In Notfällen zählt schnelle Hilfe. Alle Notrufnummern für Bad Homburg finden Sie auf unserer Notfallseite: Notfallnummern in Bad Homburg
Tickets für Seniorinnen und Senioren 2026
Der RMV hat die Ticketpreise im Januar 2026 angepasst. Ein Vergleich lohnt sich, denn die Unterschiede sind spürbar. Für Menschen ab 65 Jahren gibt es das Seniorenticket Hessen. Es ist eine Jahreskarte für das gesamte Bundesland Hessen und bis Mainz. Es gilt in Nahverkehrszügen, Bussen und U-Bahnen. Auch die U2, die S5 und die Taunusbahn sind abgedeckt. Für die meisten Bad Homburger ist es günstiger als das Deutschlandticket. Alle Preise gelten bei Einmalzahlung pro Jahr.
| Ticket | Preis | Bedingungen |
|---|---|---|
| Seniorenticket Hessen | 398 € pro Jahr | Ab 65 Jahren; Mo bis Fr ab 9 Uhr; Wochenende und Feiertage ganztägig; 2. Klasse; personengebunden; kein Fernverkehr |
| Seniorenticket Hessen Komfort | 681,50 € pro Jahr | Ganztägig; 1. Klasse; Mitnahme eines Erwachsenen und von Kindern unter 15 ab 19 Uhr und am Wochenende; Fahrradmitnahme |
| Deutschlandticket | 63 € pro Monat | Bundesweit gültig; 756 € pro Jahr |
| Deutschlandticket mit Hessenpass mobil | 44 € pro Monat | Für Empfänger von Sozialleistungen, etwa Grundsicherung |
| Schwerbehinderten-Freifahrt | Wertmarke | Mit Merkzeichen G oder aG; bundesweit kostenfrei im Nahverkehr |
Die Seniorentickets sind personengebunden. Sie gelten nicht im Fernverkehr. In Hessen und bis Mainz sind die Nahverkehrszüge und Busse inklusive.
Die 9-Uhr-Regel gilt montags bis freitags. Am Wochenende und an Feiertagen fahren Sie ganztägig. Wer früher fahren muss, braucht das Komfort-Ticket. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede. Für die Beratung im Einzelfall lohnt der Gang zur MobilitätsZentrale.
Basis oder Komfort: Was passt zu Ihnen?
Wer vormittags fährt, kommt mit dem Basis-Ticket aus. Es kostet 398 Euro pro Jahr. Im monatlichen Abo sind es 33,80 Euro. Das Basis-Ticket deckt die 2. Klasse ab. Das Komfort-Ticket lohnt sich für Vielfahrer und Paare. Es gilt ganztägig, auch in der 1. Klasse.
Ab 19 Uhr und am Wochenende können Sie eine Begleitperson mitnehmen. Auch Kinder unter 15 Jahren fahren dann kostenlos mit. Das Komfort-Ticket kostet 681,50 Euro pro Jahr. Im monatlichen Abo sind es 57,80 Euro.
So kaufen Sie das Seniorenticket
Das Seniorenticket gibt es bei Einmalzahlung pro Jahr. Alternativ zahlen Sie monatlich im Abo. Das Basis-Ticket kostet dann 33,80 Euro im Monat. Das Komfort-Ticket kostet 57,80 Euro im Monat. Beide Varianten erhalten Sie in der RMV-MobilitätsZentrale.
Deutschlandticket oder Seniorenticket?
Das Deutschlandticket gilt in ganz Deutschland. Das Seniorenticket gilt in Hessen und bis Mainz. Wer ausschließlich in Hessen reist, fährt mit dem Seniorenticket günstiger. Das Deutschlandticket lohnt sich vor allem für Fahrten über Hessen hinaus. Für Empfänger von Sozialleistungen kostet es nur 44 Euro.
Die Schwerbehinderten-Freifahrt
Menschen mit Schwerbehindertenausweis können den Nahverkehr kostenfrei nutzen. Voraussetzung ist das Merkzeichen G oder aG. Dafür wird eine Wertmarke des Versorgungsamtes benötigt. Die Wertmarke kostet eine geringe Eigenbeteiligung. Damit sind Fahrten bundesweit kostenfrei. Die Freifahrt gilt im gesamten Bundesgebiet. Die städtische Behindertenberatung hilft bei den Anträgen. Behindertenparkplätze werden über das Ordnungsamt beantragt. Nötig ist ein blauer Parkausweis mit dem Merkzeichen aG.
Der Bad-Homburg-Pass
Der Pass richtet sich an Menschen mit geringem Einkommen. Er gilt für Bürger mit Erstwohnsitz in Bad Homburg. Er bringt 75 Prozent Rabatt auf die Stadtbus-Monatskarte. Auch VHS-Kurse und Kulturveranstaltungen werden günstiger. Die Anträge bearbeitet der Magistrat. Die Beantragung läuft über den Magistrat am Rathausplatz. Die Telefonnummern lauten 06172 100-3321 und 06172 100-3322.
Beratung in der RMV-MobilitätsZentrale
Die RMV-MobilitätsZentrale sitzt direkt im Bahnhofsgebäude, Am Bahnhof 2. Telefon: 06172 100-6756. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr erreichbar. Das Team berät zu allen Ticketvarianten. Auch wer keine App nutzt, bekommt hier Hilfe. Der Ticketkauf ist dort ebenfalls möglich. In der Baustellenzeit lohnt der Anruf besonders.
Fahrdienste für Menschen mit Behinderung
Wer nicht selbst Bus oder Bahn nutzen kann, hat Alternativen. Das DRK bietet einen Behindertenfahrdienst an. Er übernimmt Krankentransporte und Teilhabe-Fahrten im Hochtaunuskreis. Die Nummer lautet 06172 1295-072. Die Malteser betreiben einen Fahrdienst für die Region Bad Homburg. Die Nummer lautet 06172 8440070.
Beide Dienste sind rollstuhlgerecht. Das DRK bedient den gesamten Hochtaunuskreis. Die Malteser sind auf die Region Bad Homburg fokussiert. Auch Teilhabe-Fahrten gehören zum Angebot des DRK. Für Tagesausflüge gibt es zudem den Reisedienst Sack mit Spezialbussen. Seine Nummer lautet 06175 40311.
Beide Dienste sind keine Notfallrettung. Für akute Notfälle gilt die 112.
Fahrdienste und mehr im Verzeichnis
Weitere Adressen rund um Bahn, Bus und Fahrdienste finden Sie im Verzeichnis. Die passende Kategorie öffnet alle Einträge: Mobilität & Fahrdienste im Verzeichnis
Unterwegs zu den Hochtaunus-Kliniken
Die Hochtaunus-Kliniken liegen an der Zeppelinstraße 20. Sie sind das zentrale Krankenhaus der Region. Vor dem Haupteingang gibt es eine barrierefreie Zuwegung.
Sie erreichen das Haus mit den Linien 7, 17 und 27. Dazu kommt der Schnellbus 260. Die Haltestelle liegt direkt vor dem Haupteingang. Der Zugang ist barrierefrei.
Die Zentrale Notaufnahme ist rund um die Uhr besetzt. Wer dorthin muss, fährt mit Bus oder Taxi. Auch die Fahrdienste aus diesem Ratgeber helfen weiter.
Barrierefrei unterwegs: Haltestellen, Rikscha, Kurpark
Die Stadt rüstet ihre Bushaltestellen systematisch um. Jährlich werden 6 bis 8 Stationen komplett erneuert. Der Umbau kostet zwischen 12.000 und 25.000 Euro pro Station. Rund 60 bis 70 Prozent der ausbaubaren Haltestellen sind inzwischen barrierefrei.
Beim Umbau kommen Kasseler Sonderborde mit rund 18 Zentimetern Höhe zum Einsatz. Sie ermöglichen ein niveaugleiches Einsteigen mit Rollator oder Rollstuhl. Der Unterbau der Stationen wird komplett erneuert. Die genormten Borde passen exakt zu den Niederflurbussen. Rillen- und Noppenplatten leiten sehbehinderte Menschen sicher zur Tür. Auch die Haltestelle an den Hochtaunus-Kliniken gehört zu den barrierefreien Stationen.
Zuletzt wurden diese Haltestellen umgebaut:
- Waldfriedhof (Linie 3)
- Hölderlinweg
- Theodor-Storm-Straße
- Weidebornweg
- Die Steinwiesen (Landwehrweg)
Die Beispiele zeigen die Bandbreite des Programms. Die Stadtwerke und der Magistrat verfolgen es mit hoher Priorität. Auch das Bahnhofsumfeld wird in den kommenden Jahren umgebaut.
Der Euro-Schlüssel für barrierefreie Toiletten
Der Euro-Schlüssel öffnet mehr als 12.000 behindertengerechte Toiletten in Europa. Auch in der Bad Homburger Innenstadt gibt es solche Anlagen. Erhältlich ist der Schlüssel beim Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt. Ein Schwerbehindertenausweis ist nicht immer nötig. Bei chronischen Erkrankungen genügt ein ärztliches Attest.
Fahrrad und Rikscha
Ein stadtweiter Rikscha-Dienst für Senioren ist in Bad Homburg nicht vorhanden. Auch ein ehrenamtlicher Bürgerbus existiert nicht. Das dichte Stadtbusnetz fängt einen Teil des Bedarfs auf.
Eine Ausnahme gibt es im Seniorenzentrum Flersheim-Stiftung. Dort werden begleitete Rikscha-Fahrten durch den Kurpark angeboten. Sie richten sich an Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses.
Ehrenamtliche Fahrdienste von Kirchen und Verbänden spielen eine wachsende Rolle. Sie sichern wichtige Arztbesuche. Ins Liniennetz sind sie aber nicht integriert.
Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, profitiert vom Komfort-Ticket. Es enthält die Fahrradmitnahme. Genaue Regeln nennt die RMV-MobilitätsZentrale. Auch das eigene Fahrrad bleibt eine Option.
Kurpark und Wochenmarkt
Der Kurpark ist weitgehend rollstuhl- und rollatorgeeignet. Seine Wege sind flach, asphaltiert oder gekiest. Er liegt direkt an der Innenstadt. Der Kurpark ist das grüne Herz der Stadt.
Der Wochenmarkt findet auf dem Waisenhausplatz statt. Der Platz liegt in der Fußgängerzone. Der Markt öffnet dienstags und freitags von 7:30 bis 14 Uhr. Er bietet Obst, Gemüse, Fleisch und Backwaren aus der Region. Der Marktbesuch fördert Begegnungen und Gespräche am Verkaufsstand. Er beugt Einsamkeit im Alter vor. Der Markt ist ein fester Termin in der Woche.
Die Taunus-Therme und das Kaiser-Wilhelms-Bad prägen die Kurstadt. Beide Anlagen tragen zur Gesunderhaltung bei.
Das Wichtigste im Überblick
- Der Ersatzbus U2X fährt seit dem 13. April 2026.
- Die U2-Verlängerung ist bis Ende 2028 im Bau, die Inbetriebnahme folgt 2029.
- Die S5 fährt im Halbstunden- bis Viertelstundentakt nach Frankfurt.
- Das Seniorenticket Hessen kostet 398 Euro pro Jahr.
- Das Komfort-Ticket kostet 681,50 Euro pro Jahr.
- Rund 60 bis 70 Prozent der Haltestellen sind barrierefrei.
- Die RMV-MobilitätsZentrale berät im Bahnhof, Am Bahnhof 2.
Diese Punkte ersetzen keinen Fahrplan. Sie helfen bei der Planung. Alle Details finden Sie in den Abschnitten oben.
Die wichtigsten Fragen
Ab wann gilt das Seniorenticket Hessen?
Das Ticket gilt für Menschen ab 65 Jahren. Das Basis-Ticket kostet 398 Euro pro Jahr. Es gilt montags bis freitags ab 9 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen ist es ganztägig gültig. Beide Tickets sind personengebunden. Das Komfort-Ticket kostet 681,50 Euro und gilt ohne zeitliche Einschränkung.
Was kostet das Deutschlandticket 2026?
Das Deutschlandticket kostet 63 Euro pro Monat. Empfänger von Sozialleistungen erhalten es mit dem Hessenpass mobil für 44 Euro. Für Fahrten nur in Hessen ist das Seniorenticket günstiger.
Wie erreiche ich die Hochtaunus-Kliniken mit Bus und Bahn?
Mit den Stadtbuslinien 7, 17 und 27 sowie dem Schnellbus 260. Die Haltestelle liegt direkt vor dem Haupteingang. Der Zugang ist barrierefrei.
Welche Fahrdienste gibt es für Menschen mit Behinderung?
Das DRK bietet einen Behindertenfahrdienst unter 06172 1295-072. Die Malteser sind unter 06172 8440070 erreichbar. Beide Dienste sind rollstuhlgerecht.
Wann ist die U2-Verlängerung fertig?
Die Fertigstellung der Trasse ist für Ende 2028 vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für 2029 avisiert. Bis dahin fährt der Ersatzbus U2X.
Quellen und Methodik
Methodik der Datenerhebung
Wir haben für diesen Ratgeber die Erhebung der städtischen Infrastruktur für das Jahr 2026 ausgewertet. Dazu kamen Veröffentlichungen der Stadt Bad Homburg, des RMV und der Verkehrsbetriebe. Auch aktuelle Meldungen zur U2-Baustelle haben wir geprüft. Fahrpläne, Preise und Bauzeiten entsprechen dem Stand dieser Quellen. Änderungen sind während der Bauzeit jederzeit möglich. Diese Einschränkung gilt auch für die Angaben in diesem Artikel.
Zum journalistischen Selbstverständnis
Seniorenkompass Bad Homburg ist ein unabhängiges, werbefreies Informationsprojekt. Wir verkaufen keine Empfehlungen und nehmen keine Zahlungen von Anbietern. Unternehmen werden nach journalistischen Kriterien genannt. Einträge im Verzeichnis sind kostenlos.
Einschränkungen unserer Methodik
Fahrpläne und Umleitungen ändern sich während der U2-Baustelle häufig. Ticketpreise gelten für das Jahr 2026. Bitte prüfen Sie aktuelle Fahrpläne vor jeder Fahrt. Detailfragen klären Sie in der RMV-MobilitätsZentrale.