Wir haben für diesen Ratgeber die Angebote der Stadt Bad Homburg, der Stadtteil- und Familienzentren und der Kirchengemeinden ausgewertet. Gefragt haben wir nach Orten, an denen ältere Menschen ins Gespräch kommen. Nach den Wintermonaten füllen sich die Häuser wieder mit Leben. Im April beginnt auch die Reihe der städtischen Seniorenkonzerte. Dieser Artikel soll Ihnen den Einstieg erleichtern.
Bad Homburg verfügt in allen fünf Stadtteilen über Stadtteil- und Familienzentren. Dazu kommen kirchliche Treffs, Kurse der Volkshochschule und ehrenamtliche Besuchsdienste. Wir haben Adressen, Telefonnummern und regelmäßige Termine zusammengetragen. Alle Angaben stammen aus den städtischen Veröffentlichungen und den Seiten der Anbieter. Wo sich Termine ändern können, weisen wir darauf hin.
Einsamkeit entsteht oft schleichend. Der erste Schritt zurück ins Gespräch kann ein Kaffee im Stadtteilzentrum sein. Genau dafür sind diese Häuser da. Sie müssen nichts können und nichts mitbringen. Sie müssen nur vorbeikommen.
In diesem Artikel finden Sie zu jedem Stadtteil einen Anlaufpunkt. Die Telefonnummern stammen aus den städtischen Veröffentlichungen. Rufen Sie bei Unsicherheit kurz an und fragen Sie nach dem Programm. Die Mitarbeitenden der Zentren kennen die Angebote vor Ort.
Stadtteil- und Familienzentren: Treffpunkte in allen fünf Stadtteilen
Die ehemaligen Seniorentreffs sind in Bad Homburg in die Stadtteil- und Familienzentren, kurz SFZ, integriert worden. Die Häuser sind offen für alle Generationen und liegen nah an den Wohnvierteln. So bleibt der Weg kurz, auch für Menschen mit Rollator. Die Kontaktdaten stammen aus den städtischen Seiten zu den Zentren.
In den Zentren sitzen alle Generationen an einem Tisch. Das Konzept trägt dazu bei, dass Einsamkeit seltener entsteht.
SFZ Mitte in der Kernstadt
Das SFZ Mitte liegt in der Dietigheimer Straße 24. Es ist erreichbar unter 06172 2657388, Ansprechpartner ist Daniel Matuschewski. Das Haus bietet offene Cafés der Begegnung, Seminare und Generationen-Treffs. Für musikinteressierte Ältere gibt es Stadtteilbands wie „The bad homburgs“. Der Zugang ist barrierefrei. Gefördert wird das Zentrum durch das hessische Familienministerium.
Ein gedrucktes Programmheft gibt es im Haus. Es listet die offenen Cafés und die Kurse der Saison. Auch die Stadtteilbands stellen sich dort vor. Neue Stimmen sind in den Bands willkommen.
SFZ Gonzenheim
Das SFZ Gonzenheim befindet sich in der Gotenstraße 21. Telefonisch erreichen Sie Silke Sänger-Kuessner unter 06172 923696. Das Programm umfasst Seniorengymnastik mittwochs um 9:30 Uhr. Donnerstags um 10:00 Uhr findet Gedächtnistraining statt. Dazu kommen Tanz ohne Partner und eine digitale Sprechstunde. Träger ist der Verein JuKS in Kooperation mit der Stadt. Der Wochenplan des Zentrums liegt vor Ort aus.
Die Seniorengymnastik leitet M. Zörkler, das Gedächtnistraining S. Reinhardt. Beide Kurse brauchen keine Vorkenntnisse. Auch wer lange nicht trainiert hat, kann mitmachen.
SFZ Kirdorf und Eichenstahl
Das SFZ Kirdorf und Eichenstahl hat sein Hauptbüro in der Kirdorfer Straße 90. Barbara Kilanowski und Elke Paasch sind unter 06172 1856145 erreichbar. Das Zentrum bietet donnerstags von 13 bis 15 Uhr eine offene Sprechstunde. Es gibt Mütter- und Großmüttertreffs sowie Angebote gegen Einsamkeit. Träger ist die Regionale Diakonie Main- und Hochtaunus. Die Beratung der Diakonie ist eng mit dem Haus verzahnt.
Ein zweiter Standort liegt in der Hauptstraße 12. Beide Adressen sind mit dem Bus gut erreichbar.
SFZ Dornholzhausen
Das SFZ Dornholzhausen liegt in der Bertha-von-Suttner-Straße 2 bis 4. Susanne Mellinghoff ist unter 06172 8569950 zu erreichen. Das Haus bietet nachbarschaftlichen Austausch und eine digitale Sprechstunde. Die kostenfreie Handy- und Tablet-Hilfe richtet sich an alle mit Fragen zu ihren Geräten. In der Nachbarschaft liegt die Seniorenwohnanlage der GfdE. Zwischen beiden Häusern gibt es enge Kontakte.
Getragen wird das SFZ Dornholzhausen von der GfdE, der Gesellschaft für diakonische Einrichtungen. Die digitale Sprechstunde ist ein Schwerpunkt des Hauses.
SFZ Ober-Eschbach und SFZ Ober-Erlenbach
Das SFZ Ober-Eschbach befindet sich am Kirchplatz 3. Das SFZ Ober-Erlenbach liegt im Oberhof an der Burgholzhäuser Straße 2 B. Beide Zentren betreut Sabine Engelfried unter 0170 3485131. In Ober-Eschbach gibt es Begegnungscafés, die AWO Bad Homburg arbeitet direkt vor Ort mit. Der Treffpunkt in Ober-Erlenbach schließt eine Lücke im östlichen Stadtteil. Auch die äußeren Quartiere haben damit einen festen Anlaufpunkt.
Die AWO Bad Homburg hat ihren Ortsvereinssitz am Kirchplatz 1. Die Zusammenarbeit der beiden Häuser ist eng.
SFZ Berliner Siedlung und weitere Treffs
Das SFZ Berliner Siedlung und Gartenfeld liegt in der Heuchelheimer Straße 92 c. Sandra Varnhorn ist unter 0151 70542469 erreichbar. Kooperationspartner ist der Caritasverband Hochtaunus. Ergänzend betreibt die AWO einen Seniorentreff in Kirdorf in den Obersten Gärten 27. Das Rind'sche Bürgerstift in der Gymnasiumstraße öffnet sein Café und den Kastanienhof für Besucher aus dem Quartier. Auch Kultur-Events der Einrichtung stehen externen Gästen offen.
Das Zentrum in der Berliner Siedlung baut dort Quartiersnetzwerke auf. Begegnung und Beratung für Ältere gehören zu seinen Aufgaben.
So finden Sie Ihren Treffpunkt
Die Auswahl ist groß, der Anfang fällt trotzdem schwer. Diese Schritte helfen beim Einstieg.
- Überlegen Sie, was Ihnen guttut: Gespräche, Bewegung oder Musik.
- Rufen Sie das Zentrum Ihres Stadtteils an und fragen Sie nach dem Programm.
- Besuchen Sie ein offenes Café ohne Anmeldung.
- Nehmen Sie eine Nachbarin oder einen Nachbarn mit.
- Probieren Sie ein zweites Angebot, wenn das erste nicht passt.
- Fragen Sie nach Fahrten und Ausflügen, wenn Sie mobil sind.
- Nutzen Sie den Bad-Homburg-Pass für vergünstigte Kurse.
Jeder Anfang ist erlaubt. Auch wer lange allein war, ist in den Zentren willkommen. Die Mitarbeitenden nehmen sich Zeit für neue Gäste.
Peter-Schall-Haus: Die Senioren-Stadtranderholung
Ein besonderes Angebot der städtischen Servicestelle „Älter werden“ ist die Stadtranderholung für Senioren. Sie richtet sich an alleinstehende ältere Menschen. Viele von ihnen können aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen nicht mehr verreisen. Genau für sie gibt es dieses Programm.
Zwei Wochen am Waldrand von Dornholzhausen
Die Programme finden zweimal im Jahr statt und dauern jeweils zwei Wochen. Ort ist das Peter-Schall-Haus am Elisabethenstollen. Das Haus liegt am Waldrand von Dornholzhausen, oberhalb des Hirschgartens. Ein gecharterter Bus holt die Teilnehmenden morgens an festen Haltestellen in den Quartieren ab. So ist auch der Weg zum Haus kein Hindernis. Die Anmeldung läuft über die städtische Servicestelle.
Die Spaziergänge führen in die Natur rund ums Haus. So wechseln sich Aktivität und Erholung ab.
Ein Tag mit Programm und Verpflegung
Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Es folgen Unterhaltungs- und Aktivprogramme sowie Spaziergänge in die Natur. Mittags gibt es ein warmes Essen, am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Gegen 16 oder 17 Uhr bringt der Bus die Gruppe zurück. Das Abendessen wird als Take-away für zu Hause mitgegeben. So bleibt der Tag rundum versorgt.
Wer an der Stadtranderholung teilnehmen kann
Das Programm richtet sich an alleinstehende ältere Menschen. Sie können aus körperlichen oder finanziellen Gründen nicht mehr selbstständig verreisen. Die Teilnehmenden müssen die Busfahrten und das Tagesprogramm bewältigen können. Die Anmeldung läuft über die Servicestelle „Älter werden“. Dort erhalten Sie die aktuellen Termine und alle Details.
Gegen die Ferieneinsamkeit
Die Stadtranderholung schließt eine Lücke, die in den Urlaubszeiten entsteht. Wenn pflegende Angehörige verreisen, bleibt zu Hause oft nur das Alleinsein. In den zwei Wochen entstehen neue Kontakte, die über das Programm hinaus halten. Viele Teilnehmende treffen sich danach weiter. Auskunft gibt die Servicestelle „Älter werden“ am Rathausplatz 1. Die Servicestelle erreichen Sie unter 06172 100-5555.
Kaffee, Gymnastik und Gespräche: Regelmäßige Angebote
Viele Angebote laufen wöchentlich oder vierzehntägig. Sie brauchen keine besondere Vorbereitung, ein Kaffee genügt. Fragen Sie direkt im Zentrum nach dem aktuellen Programm. Hier eine Auswahl aus den städtischen Unterlagen.
Seniorengymnastik und Gedächtnistraining
Das SFZ Gonzenheim bietet mittwochs von 9:30 bis 10:30 Uhr Seniorengymnastik an. Donnerstags folgt von 10:00 bis 11:00 Uhr Gedächtnistraining. Beide Kurse sind niedrigschwellig und kostenfrei. Das Gedächtnistraining wird vom Rind'schen Bürgerstift unterstützt. Die Gruppen sind klein und freundlich. Neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen.
Yoga und Tanz im SFZ Gonzenheim
Das SFZ Gonzenheim bietet dienstags von 8:00 bis 9:30 Uhr Yoga für Senioren an. Der Kurs ist sanft und auf ältere Teilnehmer abgestimmt. Geleitet wird er von B. Reh und Gabriela Silva. Eine Anmeldung wird erbeten. Auch Tanz ohne Partner steht im Programm des Hauses. Die Kurse stärken Körper und Kontakte.
Begegnungscafés und Kaffeetreffs
Offene Cafés der Begegnung gibt es im SFZ Mitte und im SFZ Ober-Eschbach. Der Ökumenische Seniorenkreis „Treff 60“ lädt vierzehntägig mittwochs um 15:00 Uhr ein. Ort ist das Bonhoeffer-Haus am Gluckensteinweg 50. Bei Kaffee und Kuchen gibt es Vorträge und Geselligkeit. Kontakt ist Ursula Langkamm unter 06172 32357. Der Kreis wird von der Gedächtniskirchengemeinde und St. Johannes getragen.
Musik und Vorträge
Musikinteressierte finden in den Stadtteilbands des SFZ Mitte ein Angebot. Im Rind'schen Bürgerstift öffnen sich Café und Kastanienhof fürs Quartier. Das Haus in der Gymnasiumstraße veranstaltet bis zu 300 Kultur-Events im Jahr. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde lädt in der Sodener Straße 11 zum Seniorentreffen. Auf dem Programm stehen Vorträge, Reiseberichte und Gesundheitsfragen. Kontakt ist Hermann Schoppe unter 0160 8093482. Der Austausch steht dabei im Mittelpunkt.
Seniorenfahrten und Studienreisen
Die Stadt organisiert Seniorenfahrten, etwa nach Lohr am Main. Auch die Senioren-Union veranstaltet Studienreisen und Seminare. In den Stadtteilzentren erfahren Sie, welche Fahrt als Nächstes ansteht. Gemeinsame Fahrten sind eine gute Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.
Kirchliche Treffs und Besuchsdienste
Die Kirchengemeinden erreichen auch Menschen, die seltener das Haus verlassen. Ihre Angebote sind offen für alle, unabhängig von der Konfession. Besuchsdienste bringen Gespräche direkt nach Hause.
Treff 60 der Gedächtniskirchengemeinde
Die Evangelische Gedächtniskirchengemeinde trägt den „Treff 60“ gemeinsam mit der katholischen Gemeinde St. Johannes. Der Kreis trifft sich vierzehntägig mittwochs um 15:00 Uhr im Bonhoeffer-Haus. Kaffee, Kuchen, Vorträge und Geselligkeit stehen auf dem Plan. Ansprechpartnerin ist Ursula Langkamm unter 06172 32357. Der Kreis lebt von den Geschichten seiner Gäste.
Der Einstieg ist jederzeit möglich. Neue Gesichter sind im Bonhoeffer-Haus willkommen.
Besuchsdienst der Erlöserkirche
Die Evangelische Erlöserkirche betreibt einen ehrenamtlichen Besuchsdienst. Er richtet sich an alleinstehende Menschen in seelischen und existenziellen Krisen. Gemeinsam mit der Pfarrei St. Marien trägt die Gemeinde den Ökumenischen Freundeskreis Haus Mühlberg. Dort gibt es viermal pro Woche ein Frühstücksangebot. Davon profitieren auch Senioren, die von Altersarmut betroffen sind. Die Gemeinden wollen niemanden allein lassen.
Auch das seelsorgerliche Gespräch ist möglich. Die Gemeinden vermitteln den Kontakt zu ihren Pfarrerinnen und Pfarrern.
Seniorentreffen der Freikirchlichen Gemeinde
Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde organisiert regelmäßige Seniorentreffen. Sie finden in der Sodener Straße 11 statt. Themen sind Vorträge, biblische Geschichten, Biografien und Reiseberichte. Auch Gesundheitsfragen kommen zur Sprache. Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Bildung, Kultur und der Bad-Homburg-Pass
Wer Neues lernen will, kommt über die Volkshochschule ins Gespräch. Wer wenig Geld hat, profitiert vom Bad-Homburg-Pass. Beides öffnet Türen in Bad Homburg.
Kurse der Volkshochschule
Die VHS Bad Homburg sitzt in der Elisabethenstraße 4 bis 8. Sie ist erreichbar unter 06172 23006. Das Programm für Ältere umfasst Sprachkurse in entspanntem Tempo. Beliebt sind Englisch für reiselustige Seniorinnen und Senioren sowie französische Konversation. Dazu kommen Blockflötenunterricht ab 60 und der Chorkurs „Gemeinsam klingt besser“. Auch Zumba Gold und sanftes Yoga gehören zum Angebot. Fragen Sie nach dem aktuellen Semesterheft.
Viele Kurse richten sich ausdrücklich an ältere Teilnehmende. Die Gruppen sind klein, das Tempo ist moderat. So bleibt genug Zeit für Gespräche.
Die VHS bietet auch Kurse für Menschen mit wenig Vorkenntnissen an. Der Einstieg ist ohne Druck möglich.
Seniorenkonzerte in der Englischen Kirche
Die Stadt veranstaltet dreimal im Jahr Seniorenkonzerte. Sie finden im Kulturzentrum Englische Kirche am Ferdinandsplatz statt. Die Termine liegen im April, im Oktober und im Dezember. Der reguläre Eintritt kostet 5 Euro. Mit dem Bad-Homburg-Pass zahlen Sie 2,50 Euro. Das erste Konzert des Jahres ist für viele ein fester Termin im Frühjahr.
Theater und Kultur in Kirdorf
Die Theatergruppe der Kolpingfamilie Kirdorf führt im Bürgerhaus Kirdorf auf. Die Aufführungen finden in der Regel im Oktober statt, samstags. Seniorinnen und Senioren erhalten Ermäßigungen. Die Stadt bietet zudem Veranstaltungen in der Englischen Kirche, im Gotischen Haus und in der Stadtbibliothek.
Der Bad-Homburg-Pass als Türöffner
Der Pass richtet sich an Einwohner mit geringem Einkommen. Berechtigt sind Bezieher von Grundsicherung oder Wohngeld. Auch Haushalte unterhalb der festgelegten Einkommensgrenze können ihn beantragen. Mit dem Pass gibt es 80 Prozent Rabatt auf VHS- und Musikschulkurse. Kulturelle Veranstaltungen der Stadt kosten nur die Hälfte. Die RMV-Monatskarte für das Stadtgebiet wird um 75 Prozent verbilligt. Beantragen können Sie den Pass auch digital über die Stadt.
Ehrenamt und digitale Wege: Verbunden bleiben
Wer nicht mehr gut das Haus verlassen kann, muss nicht auf Kontakte verzichten. Besuchsdienste kommen nach Hause. Digitale Angebote verbinden mit der Welt. Und wer sich engagieren möchte, findet viele offene Aufgaben.
Besuchsdienste: Ehrenamtliche kommen zu Ihnen
Der Caritasverband Hochtaunus organisiert einen ehrenamtlichen Besuchs- und Betreuungsdienst. Er erreicht isolierte Senioren zu Hause, führt Gespräche und entlastet Angehörige. Der DRK-Kreisverband Hochtaunus bietet einen Hausbesuchsdienst gegen Vereinsamung an. Beide Dienste vermitteln feste Besuchszeiten. So entsteht mit der Zeit eine vertraute Beziehung. Auch ein gemeinsamer Spaziergang ist möglich.
Die Dienste sind offen für alle, die regelmäßig Gesellschaft wünschen. Die Anfrage ist unkompliziert und ohne Formalien.
Grüne Damen im Hochtaunuskreis
Die Grünen Damen sind ein Netzwerk aus rund 150 Freiwilligen. Sie besuchen Patientinnen und Patienten in den Hochtaunuskliniken. Auch in acht Altenheimen der Region sind sie im Einsatz. Sie schenken Zeit für Gespräche und kleine Handreichungen. Viele Bewohner freuen sich wöchentlich auf den Besuch.
Auch in Bad Homburger Einrichtungen sind sie regelmäßig zu Gast.
In Bad Homburg und Usingen sind die Damen in den Hochtaunuskliniken im Einsatz.
Freiwilligenarbeit in Bad Homburg
Wer sich engagieren möchte, findet in Bad Homburg viele Wege. Die Stadt betreibt ein Beratungsbüro, erreichbar unter ehrenamt@bad-homburg.de. Die hessische Ehrenamtsdatenbank listet offene Aufgaben. Freiwillige können die Ehrenamts-Card erhalten, die landesweit Vergünstigungen bringt. Auch Malteser und DRK suchen Helfer für ihre Seniorendienste. Der Einstieg ist ohne Vorkenntnisse möglich, Qualifikationen werden kostenfrei angeboten.
Das Beratungsbüro der Stadt vermittelt passende Aufgaben. Auch die Kirchengemeinden suchen regelmäßig Helfer für ihre Besuchsdienste.
Digitale Sprechstunden in den Stadtteilzentren
Das SFZ Gonzenheim bietet eine digitale Sprechstunde mit PC- und Handyhilfe an. Im SFZ Dornholzhausen können Sie Ihre eigenen Geräte mitbringen. Ehrenamtliche helfen bei Apps, E-Mail-Konten und Videotelefonie. So bleiben auch weniger mobile Senioren mit Verwandten in Kontakt. Eine Voranmeldung wird erbeten, im Dornholzhausener Zentrum unter 06172 8569950.
Die Hilfe ist kostenfrei und ohne Vorkenntnisse nutzbar.
Kurse zum sicheren Surfen
In den städtischen Treffpunkten gibt es Kurse zum sicheren Surfen im Internet. Geleitet werden die Kurse von ehrenamtlichen Begleitern. Im Mittelpunkt steht der Kontakt zu Verwandten per E-Mail, WhatsApp oder Videotelefonie. Wer die Technik einmal verstanden hat, nutzt sie gerne. Die Kurse sind offen für Anfängerinnen und Anfänger.
Viele nutzen danach die Videotelefonie, um Verwandte zu sehen.
Noch mehr Ideen: Im Verzeichnis von Seniorenkompass finden Sie Treffpunkte, Kurse und Sportangebote in Bad Homburg. Öffnen Sie die Kategorie Treffpunkte & Freizeit im Verzeichnis und suchen Sie in Ihrer Nähe.
Die wichtigsten Fragen
Wo finde ich einen Seniorentreff in meinem Stadtteil?
Bad Homburg hat in allen fünf Stadtteilen Stadtteil- und Familienzentren (SFZ). Sie liegen in der Kernstadt, in Kirdorf, Gonzenheim, Dornholzhausen, Ober-Eschbach und Ober-Erlenbach. Adressen und Telefonnummern finden Sie in diesem Artikel und im Verzeichnis. Die Zentren sind offen für alle Generationen.
Was ist die Senioren-Stadtranderholung im Peter-Schall-Haus?
Zweimal im Jahr veranstaltet die Stadt zweiwöchige Programme im Peter-Schall-Haus am Elisabethenstollen. Ein Bus holt die Teilnehmenden an festen Haltestellen ab. Es gibt Frühstück, Aktivprogramm, Spaziergänge, Mittagessen und Kaffee. Auskunft gibt die Servicestelle „Älter werden“ unter 06172 100-5555. Die genauen Termine nennen Ihnen die Mitarbeitenden der Servicestelle.
Gibt es Angebote für Senioren, die nicht mehr gut zu Fuß sind?
Ja. Der Caritasverband Hochtaunus und das DRK organisieren ehrenamtliche Besuchsdienste zu Hause. Die Grünen Damen besuchen Menschen in Kliniken und Heimen. Digitale Sprechstunden in den Stadtteilzentren helfen bei Handy und Tablet. Auch Angehörige können den Besuchsdienst anfragen.
Was bringt der Bad-Homburg-Pass?
Der Pass gibt 80 Prozent Rabatt auf VHS- und Musikschulkurse. Städtische Kulturveranstaltungen kosten die Hälfte. Die RMV-Monatskarte für das Stadtgebiet wird um 75 Prozent verbilligt. Berechtigt sind Bezieher von Grundsicherung oder Wohngeld. Der Antrag ist auch digital möglich. Auch Theaterkarten der Volksbühne gibt es zum Festpreis von 5 Euro.
Gibt es einen Seniorenbeirat in Bad Homburg?
Nein. Einen überparteilichen, städtischen Seniorenbeirat gibt es in Bad Homburg nicht. Die Interessen Älterer vertreten unter anderem die Senioren-Union, die AG 60 plus und die Ortsbeiräte der Stadtteile.
Quellen und Methodik
Methodik der Datenerhebung
Grundlage dieses Ratgebers ist die städtische Erhebung zur sozialen Infrastruktur von Bad Homburg. Geprüft haben wir die Seiten der Stadtteil- und Familienzentren. Dazu kommen der Seniorenwegweiser, die Kirchengemeinden, die Volkshochschule und die Wohlfahrtsverbände. Adressen und Telefonnummern stammen ausschließlich aus diesen Quellen. Bei unsicherer Datenlage haben wir Angaben weggelassen.
Zum journalistischen Selbstverständnis
Seniorenkompass Bad Homburg arbeitet unabhängig und ohne Werbung. Wir nehmen keine Zahlungen von Anbietern. Einträge im Verzeichnis sind kostenlos. Dieser Ratgeber will den Weg zu offenen Türen in der Stadt verkürzen.
Einschränkungen unserer Methodik
Öffnungszeiten, Kurstermine und Ansprechpartner können sich ändern. Verifizieren Sie Details vor dem ersten Besuch direkt beim Anbieter. Die genannten Programme sind eine Auswahl, kein vollständiger Stundenplan.